Ausflug auf die Rigi

Unsere geliebte Rigi!

 

Ich hatte die Ehre, den erste Naturforschertag 2016 planen zu dürfen und somit die Eröffnung unseres neuen Erlebnissommer zu gestalten. Da ich Ausflüge liebe, bereitete mir diese Aufgabe viel Freude.

Ich entschied mich sofort einen Ausflug auf die Rigi zu machen, weil ich selber aus der Region komme und diese unglaublich liebe und weil wir ein Kind in der Kita haben, was auch von dort kommt. Schon alleine beim Gedanken daran, wurde mir ganz warm um das Herz, und das Kind, welches aus der Region kommt bekam leuchtende Augen, als ich ihr davon erzählte. Den Freunden aus der Kita, die eigene Heimat zu zeigen, bedeutet uns sehr viel.

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Die elf Kinder, welche dabei waren, sowie das Team und ich waren an diesem Tag sehr aufgeregt. Wir dampften mit dem Schiff nach Vitznau und genossen die herrliche frische Luft an Deck. Angekommen wollten wir den Zug auf die Rigi nehmen und unsere Erlebnisreise fortsetzen, doch als wir das Billet bestellten, bekamen wir ein Schreck. Ich wollte drei Billets kaufen, davon ein Halbtags-Billet. Die Kassiererin sagte: “ 170.- CHF bitte.”  Verwundert über die Summe, wiederholte ich den Betrag, um sicher zu sein, dass ich sie richtig verstanden hatte. Tatsächlich verstand ich sie richtig.

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Dies beschäftigte mich sehr. Wie gesagt, liebe ich es mit den Kindern Ausflüge zu machen und ihnen ihre Heimat nahe zu bringen. In vielen Elternhäusern kommt das heute zu kurz. Dass dies so teuer ist, erschütterte mich. Ich finde, dass man bei Bildungsausflüge die Möglichkeit als Kita haben sollte, solche Billets sowie auch Eintritte in einem Museum oder Zoo günstiger/ Rabatt zu erhalten. Wir möchten unseren Kindern solche Erlebnisse unbedingt ermöglichen, aber so ist dies leider unerschwinglich und geht nicht so oft, wie wir es uns wünschen, auch wenn unsere Kitaleitung bei solchen Sachen immer die Spendierhosen anhaben.

Gott sei Dank, durften wir trotz der Kosten unsere Reise fortsetzen. Oben angekommen genossen wir den grossen Spielplatz. Die Augen der Kinder glänzten vor Freude und ich erlebte sie als glücklich, interessiert und dankbar. Sie durften ganz lange dort experimentieren und frei Spielen.

Da Peter, ein Kind von unserer Kita aus Weggis kommt und sein Vater auf der Rigi arbeitet, gingen wir ihn freudestahlend begrüssen und er spendierte uns ein Ovi. Die Kinder liessen es sich schmecken und genossen das warme Getränk und die kuschelige Stimmung in der schönen heimatlichen Umgebung. Nachdem wir die Aussicht genossen hatten und unsere Wurzeln spürten, gingen wir wieder auf den Zug und das Schiff zurück zu Kita Kiriku Luzern.

Es war für mich einer der schönsten Tage, welchen ich im Kiriku erlebt habe seit ich vor sechs Jahren dort als Lehrling anfing.

Herzliche Grüsse

Silvia

 

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Checkliste- wie finde ich die richtige Kita?

„Wie finde ich die richtige Kita für mein Kind?“ ist eine Frage, mit der wir täglich konfrontiert werden.  Aus diesem Grund, haben wir uns fröhlich zusammen gesetzt und gemeinsam überlegt, was wir den Eltern, bei Ihrer Kitasuche, für Tipps mitgeben können. Wir wissen sehr genau, dass für die ganze Familie und auch für uns in der Kita, ein völlig neuer Lebensabschnitt beginnt, wenn ein Kind in die Kita kommt.

Die ersten Schritte ohne Mama und Papa sind etwas ganz besonderes. Das Kind kommt in ein neues Soziales Umfeld und lernt unglaublich viele Neues. Doch auf was muss ich achten, damit die Kitazeit für mein Kind schön wird? Nach welchen Kriterien sollte ich die Einrichtung aussuchen?

Wir haben Ihnen dazu eine kleine Checkliste zusammengestellt, mit einer Übersicht über die uns wichtigsten erscheinenden Auswahlkriterien.

Unser wichtigster Tipp: Das Bauchgefühl muss stimmen, Kind und Eltern sollten ein gutes Gefühl haben.

Große Auswahl in der Stadt Luzern

Die Suche nach der richtigen Kita in Luzern gestaltet sich oft schwer. Es gibt eine Fülle von unterschiedlichen Einrichtungen und Konzepten. Ganztags oder halbtags, staatlich oder privat, Montessori oder Steiner, Kleine oder grosse Einrichtungen, kurze Fahrwege, schöne oder kühle Räumlichkeiten, Babygruppe oder Familiengruppe, lange Öffnungszeiten – Eltern haben hier oft die Qual der Wahl. Schließlich können sie für ihr Kind – anders als bei der Grundschule – eine Einrichtung frei wählen, welche ihren Erwartungen und Bildungsansprüchen entspricht. Zumindest theoretisch, denn praktisch sieht es gerade in Luzern oft ganz anders aus. Man muss sein Kind häufig schon während der Schwangerschaft  in der gewünschten Kita anmelden, wenn man sicher gehen will, dass es auch einen Platz bekommt.

Unser Tipp: Scheuen Sie sich nicht, wenn Ihnen eine Einrichtung, die Ihnen gefällt, absagt. Bleiben Sie dran und Fragen Sie immer wieder nach, ob evtl. ein Platz frei geworden ist.

Öffnungszeiten der Kitas

Uns ist aufgefallen, dass die Öffnungszeiten der Kita eine sehr wichtige Rolle spielen.
Bei diesen gibt es große Unterschiede, über die sich die Eltern im Vorhinein genau informieren sollten: Manche Einrichtungen schließen Nachmittags schon früh, ein paar haben bis 19 Uhr geöffnet und andere bieten sogar am Samstag Betreuungszeiten an. Das ist für berufstätige Eltern ein wichtiges Entscheidungskriterium. Schließlich nimmt nicht jeder Arbeitgeber Rücksicht auf die Wünsche der Eltern.

Unser Tipp: Schauen Sie sich die Schliesstage und die Öffnungszeiten genau an. Besonders vor Feiertagen machen manche Kitas früher zu, was für berufstätige Eltern schnell zu einem Problem werden kann.

Eintrittsalter

Ebenso unterschiedlich wird das Eintrittsalter der Kinder gehandhabt: die meisten Einrichtungen nehmen Kinder ab 3 Monaten auf, andere betreuen das Kind erst ab einem Jahr.

Personalstruktur auf der Gruppe

In der Schweiz gibt es klare Richtlinien zum Personalschlüssel der Kindergruppen, diese werden von der Stadt Luzern überprüft. Wichtig finden wir hierbei zu dem noch folgende Punkte.

  • Stabilität innerhalb der Kindergruppe ( Kündigungsfrist beträgt deshalb 3 Monate)
  • Überschaubarkeit der Kindergruppe und der Räumlichkeiten
  • Kontinuität der Betreuungspersonen ( liegt uns besonders am Herzen)
  • Nähere Informationen finden Sie hierzu unterhttp://www.djs.tg.ch/documents/KiTaS_RL.pdf

Unser Tipp: Fragen Sie bei dem Besichtigungstermin konkret nach, wie wichtig in der Einrichtung die Kontinuität im Team ist und was die Einrichtung dafür tut.

Aufteilung der Kindergruppen

Die Kinder werden entweder nach Alter aufgeteilt oder es wird doch dem “ Familiengruppenprinzip“ gearbeitet. Beides hat Vor- und Nachteile: Kinder einer Altersstufe sind mehr oder weniger auf dem gleichen Niveau. Man kann mit ihnen ähnliche Spiele spielen, das erleichtert die Betreuung ( Wie im Kindergarten und in der Schule). Gemischte Gruppen bieten dafür den Vorteilen, dass die Kleinen von den Großen lernen können und die Grossen schon kleine Verantwortungsbereiche bekommen und somit schon früh ihr Selbstvertrauen stärken. Davon profitieren beide Seiten unserer Erfahrung nach sehr, zudem entspricht das der natürlichen Familienform.

In „Kita Plus“ Kitas besuchen Kinder mit besonderen Förderbedürfnissen gemeinsam mit anderen Kindern dieselbe Gruppe. Auch das wirkt sich unserer Erfahrung nach sehr positiv für beide Seiten aus.

Unser Tipp: Überlegen Sie, was Ihnen besonders viel Freude in der Kindheit gemacht hat, und ob sich das in dem einen oder anderen Modell besser umsetzen lässt.

P.S. Wir haben einen Blog zum Thema Familiengruppe auf unserer Website, welche unseren Standpunkt verdeutlicht. https://kitakiriku.ch/2015/09/24/familiengruppen-modell/

Freies Spiel und Tagesablauf

Überprüfen Sie ob Ihnen der Tagesablauf der Einrichtungen zusagt. Für Kinder ist es besonders wichtig, dass ihr Tagesablauf nicht zu straff durchorganisiert ist und sie zwischendurch auch genügend Zeit haben, um soziale Kontakte zu knüpfen, sich selbstständig zu beschäftigen, eigene Ideen zu entwickeln oder auch mal Langeweile zu haben, wenn sie etwas älter sind.

Wir sind der Meinung, dass das “ Freispiel“ am Wichtigsten ist, weil das Kind in ihm besonders mit all seinen Fähigkeiten aktiv wird. Kinder sind von ihrem Wesen her grundsätzlich aktiv, neugierig und interessiert. In einer guten Kita nimmt das Freispiel daher unserer Meinung nach eine grosse Zeitspanne ein. Innerhalb dieses Zeitraums bestimmen die Kinder den Spielpartner, das Spielmaterial, die Dauer und den Raum eigenverantwortlich und sind vollkommen frei. Sie setzen sich selbstständig Ziele sowie Spielaufgaben und bestimmen nach ihren Bedürfnissen den Verlauf und die Dauer eines Spiels. Sie tauchen in ihr ganz persönliches Thema ein, und geniessen das Leben im hier und jetzt. Sie verarbeiten und üben im Spiel, was sie erlebt haben und lernen die Welt zu verstehen und  sie aktiv ihren Fähigkeiten und Wünschen zu verändern.

Unser Tipp: Achten sie auf die “ Spielatmosphäre“ in der Kita. Sind die Kinder in das Spiel vertieft? fühlen sie sich wohl? spielen sie fantasievoll?

Räumlichkeiten

Kinder müssen sich auf verschiedenste Arten bewegen, aber auch toben können. Deshalb sollte die Kita idealerweise über genügend Freifläche oder Garten verfügen und möglichst auch über eine Gumpizimmer. Geführte Bewegungssequenzen sind unabdingbar. Viele Kitas haben an dem „Purzelbaum Projekt“ der Stadt teilgenommen und sind diesbezüglich professionell geschult worden.  Wichtig sind auch die Schlafräume für die Kinder. Sie sollten einladend, gemütlich und ruhig sein. Abgesehen davon brauchen Kinder generell auch Rückzugsmöglichkeiten, z.B. in der Lese- oder Kuschelecke. Dies vor allem, wenn sie den ganzen Tag in der Kita verbringen.

Der Erziehungsstil: Viel Kontrolle – wenig Regeln?

Der Erziehungsstil in den Kitas wird üblicherweise in dem pädagogischen Konzept klargestellt. Eltern sollten sich darüber vorher informieren, denn auch hier gibt es große Unterschiede. Vom autoritären bis hin zum Laissez-faire-Erziehungsstil gibt es alle Abstufungen.
Die Grundhaltung zeigt sich vor allem darin, wie sehr die Erzieher die Kinder durch Regeln führen, die Einhaltung dann durch Konsequenzen kontrollieren und in wie weit das Kind als selbständiger und verantwortlicher Mensch angesehen und respektiert wird. Vor allem Montessori oder Steiner vertreten hier teilweise andere Konzepte, wie normale Einrichtungen.

Unser Tipp: Hier ist es Wichtig bei der Besichtigung gezielte Fragen zu stellen und fein zu beobachten. Meist merkt man schnell, ob einem der Erziehungsstil zusagt, oder nicht und ob das, was auf dem Papier steht, auch wirklich gelebt wird.

Die Elternarbeit

Einen wichtiger Faktor in den Kitas ist für uns die Elternarbeit. Diese steckt in den meisten Kitas noch in den Kinderstiefeln und es gibt sehr grosse Unterschiede. In manchen Einrichtungen ist es durchaus üblich, dass die Eltern für Gemeinschaftsaufgaben wie Putzen, Rasenmähen oder kleinere Reparaturarbeiten eingeteilt werden. Hilfe bei Ausflügen, Sommerfesten oder anderen Veranstaltungen gehört immer mehr dazu. Besuche die Möglichkeit der Teilnahme am Geburtstag, regelmässige Entwicklungsgespräche und verschiedene Elternanlässe, gibt es noch selten.
Ziel ist es, eine professionelle Erziehungspartnerschaft zu entwickeln, um die Kinder individuell zu stärken. Hierzu ist das Engagement der Eltern unglaublich wichtig und ein klares Konzept zur Elternarbeit von Seiten der Kita unserer Meinung nach unabdingbar. Jede noch so kurze gemeinsame Zeit, vertieft die Beziehung zur Institution und hilft so dem Kind sich wohl und geborgen zu fühlen. Die Transparenz der pädagogischen Arbeit sollte gewährleistet sein und die Eltern sollten die Möglichkeit haben ihre Ängste und Wünsche mitzuteilen und Feedback zu geben.

Unser Tipp: Fragen Sie nach, wie die Zusammenarbeit von Seiten der Trägerschaft organisiert ist.

Kosten für einen Kitaplatz

Letztendlich sind natürlich auch die Kosten entscheidend. Vor allem wenn man mehrere Kinder hat, kommt da im Monat oft ganz schön was zusammen. Zwischen 300,- 3000,- Franken pro Monat und Kind kann das variieren. Die gute Nachricht ist, dass die Stadt Luzern durch ihre Betreuungsgutscheine die  Eltern einkommensabhängig unterstützt. Es wird somit eigentlich allen Eltern ermöglicht ihr Kind in  der Stadt Luzern die Kita zu bringen, wenn beide Elternteile arbeiten.

Unser Tipp: Schauen sie sich die Kosten genau an und Fragen sie, was im Preis alles enthalten ist. Hier gibt es teilweise grosse unterschiede, was man noch selber von Zuhause mitbringen muss.

Rufen Sie bei der Stadt Luzern an und erkundigen Sie sich genau über die Möglichkeit Betreuungsgutschein Ihrer Situation entsprechend. 

Wie finde ich die passende Kita?

Die passende Kita finden Sie am Besten im Internet: Auf dem Online-Auftritt der Stadt oder Gemeinde sind wahrscheinlich sämtliche Kitas verlinkt. Gehen Sie zu einem Besichtigungstermin und verschaffen Sie sich einen persönlichen Eindruck vom Personal, der Stimmung in der Kita, den Räumlichkeiten, der Kommunikation untereinander und was Ihnen noch so wichtig ist. Machen Sie sich eine Liste mit den wichtigsten Fragen, nehmen Sie ihren Partner und ihr Kind mit. Jeder Nimmt andere Sachen wahr und das Kind wird deutlich zeigen, ob es sich wohl fühlt oder nicht. Lassen Sie sich Zeit mit der Entscheidung und lassen Sie sich nicht drängen. Schlafen Sie mindestens ein Mal darüber, bevor Sie eine Entscheidung treffen.

Kann ich einen Kitaplatz reservieren?

Manche Kitas bieten auch Reservationen von Plätzen an.

Unser Tipp: Erkundigen Sie sich genau. Auch hier gibt es gewaltige Unterschiede der Handhabung. Besonders wenn Sie schon lange im voraus reservieren wollen, sollten Sie regelmässig zur Kita wieder Kontakt aufnehmen.

Wir hoffen Ihnen ein wenig geholfen zu haben und wünschen Ihnen viel Erfolg und Freude bei Ihrer Suche.

Das Team der Kita Kiriku Luzern

Kita Kiriku Luzern

Familiengruppen Modell

Wurzel für`s Leben und Vertrauen in Beziehungen.

Nach dem Spaziergang hilft der 4 Jährige dem 2 Jährigen Kind die Schuhe auszuziehen und hängt die Jacke an den Garderobehacken, weil das 2 Jährige Kind nicht rauf mag. Diese und viele weitere liebevolle Beispiele erlebe ich jeden Tag in unserer Kita.

Seit drei Jahren arbeiten wir jetzt bereits nach dem Familiengruppenprinzip, genau die Zeit, die ich auch in der Kita Kiriku Luzern bin. In dieser Zeit konnte ich persönlich viele Beobachtungen machen und Erkenntnisse sammeln über die Grossartigkeit dieses Prinzips. Immer wieder bin ich von dem liebevollen Umgang und Austausch zwischen den Kindern beeindruckt. Aus diesem Grund ist dieses Arbeitsmodell für die Kinder und uns Betreuerinnen ein grosses Geschenk, von dem jeder Einzelne provitieren und lernen kann. Wir kennen den Umgang der gemischten Altersunterschiede ja nur zu gut, denn das hatten wir ja schon in unseren eigenen Familien, die Unterstützung unserer grossen und kleinen Geschwister war immer Gold wert. Unser Ziel ist es die Geborgenheit und liebevolle Betreuung in der Kita Kiriku Luzern wieder zuspiegeln und erlebbar zu machen. Das Modell beinhaltet viele Vorteile. Die Grossen und kleinen Kinder kriegen den Raum sich zu begegnen. Nicht nur wir Betreuuerinnen, sondern auch, die älteren Kinder sind für die jungen Kinder, in vielen Hinsichten Verhaltensvorbilder. Die Kleinen fühlen sich geborgen, dazu lernen sie verschiedene Verhaltensweisen. Durch die älteren Kinder können sie sich in Konfliklösungen, Sprache und Kommunikationsarten üben und nachleben. Voller Stolz teilen die älteren Kinder ihr Können und Wissen. Durch diese Interaktionen entwickeln sich sehr starke Bindungen und Freundschaften, zwischen den verschiedenen Altersgenerationen.

Diese Freundschaften sind wertvoll und unbezahlbar. Durch diesen vielfälltigen Austausch können die Kinder ihre Wurzeln für ihr Leben festigen.

Ihre Anita Mataj

 

(Ehemalige Lernende unserer Kita und jetzt Fachfrau Betreuung Kind )

Unsere Lebensreise Kita Kiriku Luzern

Backe, backe Kuchen….und Brot….und vieles mehr…

Backe, backe Kuchen, der Bäcker hat gerufen! Nicht nur Kuchen, sondern auch Brote und vieles mehr, werden bei uns in der Kita Kiriku immer einmal wöchentlich mit den Kindern gebacken.

Die Kinder dürfen bereits bei den Vorbereitungen zum Brot backen kräftig mitanpacken. Die Zutaten und Backutensilien werden gemeinsam bereit gestellt und los gehts.

Uns liegt die Partizipation der Kinder sehr am Herzen, sie werden wo nur möglich in die alltägliche Arbeiten der Kita integriert, können mithelfen und sich so weiterentwickeln und fürs Leben lernen.

Auch die Hygiene ist wichtig, nach dem gemeinsamen Händewaschen, kann der Backspass beginnen. Die verschiedenen Zutaten werden abgemessen, abgewogen, gemischt und am Schluss fleissig geknetet. Es darf natürlich auch probiert werden, so können die Kinder das Backerlebnis mit allen Sinnen wahrnehmen. Wie fühlt es sich an? Schmeckt es salzig oder süss? Riecht es lecker? Wie sieht es aus?

Nach dem der Teig aufgegangen ist, wird der Teig von den Kindern nochmals kräftig durchgeknetet, geformt und gemeinsam in den Backofen geschoben. Wenn die Brötchen dann langsam fertig sind, kann man den leckeren Duft in der ganzen Kita riechen.

Weil das wöchentlich Backen immer wieder ein tolles Erlebnis für die Kinder ist, hatten wir die Idee gemeinsam ein eigenes Rezept für ein Kiriku-Brot zu kreieren. Daraufhin habe ich im Internet ein bisschen recherchiert und mich informiert, welche Zutaten für ein gesundes, leckeres Brot geeignet sind. Ich entschied mich dann für ein Urdinkel-Vollkorn Brot.

Dinkel ist für die gesunde und ausgewogene Ernährung wie geschaffen: er hat einen hohen Ballaststoff- und Proteingehalt, ist reich an den Vitaminen und die wertvollen Fettsäuren und Mineralstoffe sind höher als bei anderen Getreidearten. Dinkel ist ein Urkorn welches vom Organismus besonders gut vertragen wird. Die vitalen Inhaltsstoffe werden vom Körper leichter aufgenommen, dadurch sind sie leichter zu verdauen und deshalb können ihn Kleinkinder auch besser vertragen.

Vollkornmehl besteht aus dem ganzen Korn und gilt deshalb als gesundheitsfördernd, weil noch alle Nähr-und Vitalstoffe vorhanden sind. Daneben wird angenommen, dass die im Vollkornmehl enthaltenen Ballaststoffe die Verdauung anregen und regulieren, sowie Verstopfung vorbeugen. Soviel zur Theorie.

Das Brot musste etwas Spezielles werden, den Kindern schmecken und zu unserem Kiriku-Slogan „Wurzeln fürs Leben“ passen. Daraufhin machte ich mit den Kindern eine Testphase und lies sie verschiedene Zutaten probieren, welche wir dann später zum Teig gemischt haben. Das Backexperiment ist uns geglückt und es entstand ein leckeres und gesundes Kiriku-Wurzelbrot, das immer freudig gegessen wird.

Wenn Sie das Rezept haben wollen, wenden Sie sich an uns!

Herzliche Grüsse Rahel Britschgi

backe backe Kuchen...
backe backe Kuchen…

Wann wird`s mal wieder richtig Sommer?

„Wann wird`s mal wieder richtig Sommer, ein Sommer wie er früher ein Mal war….?“, das fragte sich wohl jeder aus unserer Kita am 20.6.2015, denn das Sommerfest stand an. Es schüttete wie aus Kübeln und das Thermometer zeigte gerade mal 12 Grad. Wir dachten wir werden das Feuer nicht nur zum Grillen brauchen, sondern  auch um uns zu wärmen, wenn es uns überhaupt gelingt eins zu entflammen. Unser bezaubernder Dresscode würde unter unseren Regenkleidern versteckt bleiben, aber entmutigen lassen? niemals! Die Hoffnung, dass wenigstens ein paar Eltern kommen würden, war gross.

Und dann war es so weit, bis auf das lodernde Feuer, welches sich einfach nicht entfachen lassen wollte bei, dem strömenden Regen, war alles vorbereitet.

Als die ersten Eltern kamen, war die Freude gross. Ein Segen, wie sich alle auf das Wetter eingestellt hatten und fröhlich zu unserem Fest kamen. Wir waren so glücklich und am Ende kamen mehr Eltern, als je zuvor, was uns sehr dankbar stimmte. Jeder hatte etwas leckres zu Essen mitgebracht und das Büfett war grossartig. Wir standen recht dicht unter dem Pavillon beisammen und unterhielten uns angeregt, während die Kinder an den Aktivitäten zum Thema “ die kleine Raupe Nimmersatt“ teilnahmen. Da das Wetter sich nicht besserte, organisierten wir einen Gasgrill und erfreuten uns somit doch recht bald an den  Würstchen vom Ueli-Hof Luzern.

Sommerfest 2015 Kita Kiriku Luzern
Sommerfest 2015 Kita Kiriku Luzern

Zur Krönung, am Ende des Festes, führten wir “ die kleine Raupe Nimmersatt“ als kleines Theater auf.  Die Kinder kannten die Geschichte auswendig, da wir in den letzten Wochen das Thema Metamorphose durch verschiednen Aktivitäten vertieft hatten. Wir haben so viele Schulkinder dieses Jahr, welche nun das Kiriku verlassen werden. Alle sind herrlich parat für die neuen Abenteuer in der Schule welche sie nach den Sommerferien erwarten. Sie haben alle kleine Metamorphosen in den Jahren im Kiriku durchgemacht, bei welchen wir sie herzlich begleiten durften. Unsere Dankbarkeit für die gemeinsame Zeit ist unschätzbar gross.

Die kleinen Raupe Nimmersatt in der Kita Kiriku Luzern
Die kleinen Raupe Nimmersatt

Die gespannten Kinderohren waren gespitzt und hier und da vergass man das Würsten in der Hand, weil die Geschichte so fesselnd war. Als die Raupe zum Schluss, bevor sie sich verpuppt, das heilsame Blatt essen wollte, war dieses nicht zu finden. Uns wurde klar, dass genau dieses zu basteln vergessen worden war. Alle lachten laut und wir nahmen ein Blatt vom Baum und fuhren fort. Die kleinen Lebenskünstler waren begeistert und uns wurde mal wieder klar, wie bezaubernd genau solche Momente sind, in welchen nicht alles so läuft, wie man es geplant hat. Sie öffnen des Herz und lassen uns kreativ sein.

Es war ein fröhliches Fest und wir möchten uns bei allen Eltern herzlich bedanken. Wir wünschen Ihnen eine schöne Sommerzeit mit viel Wärme und Sonne!

Das Team der Kita Kiriku Luzern

Wann wird`s mal wieder richtig Sommer?
Wann wird`s mal wieder richtig Sommer?

Das offene Atelier, jetzt fest in den Kitaalltag integriert

Das offene Atelier, jetzt fest in den Kittalltag integriert

Das 3 jährige Mädchen hält den Pinsel in der Hand, ihr Blick ist am hängenden Papier auf der Wand gerichtet. Sie sieht nur das Blatt, schaut nicht links und rechts. Sie malt das Farbenspiel von Himmel und Feuer. (Rot und Blau)

Der 4 Jährige Junge steht vor dem leeren Blatt, drückt den Pinsel gegen seine Lippen und sagt,’’ Ich muss erst in meinem Kopf suchen, was ich malen will’’.

Das 4 Jährige Mädchen zu dem 4 jährigen Jungen, ‚’’ Ich will braun mischen, weißt du wie das geht?’’. ‚’Nein ich weiss es nicht’’.
Fleissig machen sie sich auf die Farbensuche. Nach 10 Minuten, schaffen sie es.
„Wir haben es geschafft !!!“

 

Kreativität
Kreativität

Diese Erlebnisse durfte ich einen Monat mit den Kindern im offenen Atelier in der Kita Kiriku erleben.
Ich arbeite jetzt seit fast vier Jahren in der Kita Kiriku Luzern. Ich interessiere mich sehr stark für Kunst und den schöpferischen Prozess der Kinder. Daher wollte ich in meinem Abschlussjahr ein Projekt auf die Beine stellen, wo die Kinder den Raum für ihr Malspiel kriegen. Das Kiriku und ich arbeiteten an einem Konzept, wie wir den Kindern diesen Raum bestmöglich geben könnten. Es sollte ein Angebot werden, bei welchem keine Konkurrenz und kein Leistungsdruck herrscht. Ich wollte einen Raum schaffen, voller Inspiration und Experimentierfreude. Die Kinder sollen die Möglichkeit bekommen, ihre schöpferischen Impulse ausleben zu können und diesen freien Lauf zu lassen, um einfach mal die Freude des Lebens zu erleben.
Eine grosse Inspiration bei der Entwicklung des Konzeptes war Arno Sterns Malort für mich.
Im November begann das Projekt. Ich bereitete im Zentrum des Raumes eine grosse Farbpalette vor. Auf diese legte ich, neben jede frisch an gemischte Farbe, einen Pinsel. In einer gemütlichen kleinen Ecke richtete ich einen Bilderbuchtisch ein. Dort konnten die Kinder sich durch verschiedene Kinderbücher inspirieren lassen. Auf unserem Fensterbrett wurde ein Plätzchen für die Elfenpuppe eingerichtet, welche die Kinder im offenen Atelier stets liebevoll begleitete. Wir arbeiteten nur mit den drei Grundfarben und diese durften auf der grossen Palette nicht gemischt werden. Das Mischen der Farben passierte individuell auf den Papier beim Malen.
Die Kinder wurden durch ein Ritual, zwei Wochen vorher, spielerisch mit einer Elfenpuppe namens Ida eingeführt. Wir lernten einen Farbenspruch und spielten immer wieder die fröhliche Melodie unserer geliebten Musikbox. Alle waren voller Vorfreude. Es sollte eine große Überraschung für die Kleinen werden! Ihre Augen strahlten, als sie das Atelier zum ersten Mal betraten.

Zu Beginn eines jeden offene Ateliers betraten wir den Raum, die Elfenpuppe Ida begrüßte die Kinder liebevoll und erzählte eine Geschichte. Nach dieser gab es Raum für Fragen und zum Ideenaustausch. Es entstand eine wertschätzende Gesprächskultur und wir kamen auf lauter lustige Ideen. Anschließend eröffnete die Elfenpuppe Ida das Malen und die Kinder durften begeistert, inspiriert und fröhlich loslegen. In der ersten Woche malten wir nur mit der Farbe Blau und lernten diese besonders intensiv kennen. Die Kinder genossen das Experimentieren und erzählten sehr viele Geschichten zum Blau. Das Interesse der Kinder an der Konsistenz der Farben und das Spielen mit den verschiedenen Möglichkeiten, die nur eine Farbe mit sich bringt, faszinierte mich besonders.
Im Hintergrund lief leise klassische Musik, welche sehr geliebt wurde. Besonders Mozart und Beethoven sollten immer wieder gespielt werden. Manchmal summten die Kinder mit und es war die Leichtigkeit der Herzen zu spüren. Die Malsequenzen dauerten oft länger als eine Stunde. Die kleinen Kinder hatten eine verblüffend große Ausdauer. Da wir im Stehen malten und uns viel bewegten, um immer wieder neue Farben zu holen, blieben alle lange im Malprozess und hatten die Möglichkeit ihre gemalten Bilder immer wieder aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten.
Wir genossen es, uns dem Moment einfach hinzugeben, und es schien das Selbstverständlichste der Welt zu sein. Das Interesse am Bild des Anderen war groß und die Freude an seinen Erfahrungen und Ideen auch. Es war für mich ein sehr schönes Gefühl zu sehen, wie sie sich gegenseitig lobten und unterstützten und mir wurde bewusst, wie frei und voller Glück die Kinder sind, wenn man ihnen den Raum gibt sich selbst künstlerisch auszurücken. Es wurde nicht verglichen, sondern wahrgenommen und geteilt. Es wurde nicht beurteilt, sondern beobachtet und unterstützt.

In der zweiten November Woche kam die rote Farbe hinzu und es entstand sofort ein neues Spiel. Die Atmosphäre in dieser Woche war sehr lebhaft. Die Kinder mochten die rote Farbe sehr, vor allem das leuchtende Pink, dass auf dem weissen Papier strahlte. Sie entdeckten, die verschiedene Nuancen eifrig, welche sich aus Rot und Blau mischten. Sie liebten es, zu beobachten, wie die verschieden farbigen Wassertropfen das Blatt runterlief und sich vermischten. Da bekamen sie leuchtende Augen.
In der dritten Woche, ergab sich ein Ratespiel und die Kinder rätselten, welche wohl die dritte und letzte Farbe auf der Palette sein würde. „Ich weiss es, ich weiss es, es ist Grün! Nein, jetzt weiss ich es, es ist Gelb.“ Ein Mädchen hatte nach langem Raten herausgefunden, dass es Gelb war und freute sich unglaublich den gelben Farbtopf auf der Palette zu sehen. So konnten die Kinder nun alle Farben dieser Welt mischen. Sie unterhielten sich sehr intensiv über die Farben und fanden gemeinsam Wege, unterschiedlichste Farben zu mischen. In der letzten Novemberwoche waren alle Bilder der Kinder unglaublich bunt.

Wir hatten grossen Spass im Atelier. Nicht nur die grösseren Kinder, sondern auch die ganz Kleinen entdeckten die Farben in Form von Fingerfarben in dieser schönen Zeit. Es war eindrücklich zu sehen, wie unterstützend die grossen Kinder den Kleinen halfen. Sie trösteten sich gegenseitig, wenn etwas nicht so rauskam, wie sie es sich gewünscht oder vorgestellt hatten und motivierten sich untereinander. Sie lobten sich stets gegenseitig und es gab ein Freudenfest, wenn sie es schafften eine Farbe zu mischen, die sie wollten.

das offene Atelier
Fingerfarbenmalen mit den Babies

Einen Monat lang, waren die 50 Kinder der Kita Kiriku Luzern, immer wieder im Atelier. Es entstanden unglaublich viele schöne Bilder, jedes ein Kunstwerk keines Gleichen. Das Gemeinschaftsgefühl im Atelier war eines der eindrücklichsten Erlebnisse, die ich mitnehmen durfte. Die Hingabe aller beim Malen, war sehr rührend. Ich bekam einen weiteren tiefen Einblick in die farbenfrohe Welt der Kinder aber auch der Eltern, welche am Atelier teilgenommen hatten.

Die schönsten Kunstwerke wurden im Dezember in der ganzen Kita ausgestellt und zu Weihnachten bekam die Eltern alle eines der Bilder, wunderschön eingerahmt, als Geschenk. Wir waren alle richtig stolz und begeistert über die fröhlichen Kunstwerke.

Die Freude ist gross, dass wir das offene Atelier fest in unser pädagogisches Konzept integrieren konnte. Ab April wird immer Montag der Tag der Kreativität sein. Das Atelier wird den ganzen Tag geöffnet sein und die Kinder können fleissig malen und ihren Schöpferkräften freien Lauf lassen.

Damit ist für mich ein grosses Ziel erreicht. Ich freue mich auf jeden Moment, den wir zusammen im Atelier verbringen werden.

Herzlichst Anita Mataj

Das offene Atelier in der Kita Kiriku Luzern
Das offene Atelier in der Kita Kiriku Luzern

Sich zu bewegen heißt für´s Leben lernen!

 

Purzelbaum Kita Kiriku Luzern
Purzelbaum Kita Kiriku Luzern

Die fünfzehn Monate alte Samira igelt sich zu einer Kugel zusammen und macht voller Begeisterung einen Purzelbaum auf die Matratze. Danach steht sie strahlend auf und beginnt von vorne. Vollkommen dem Moment und der Bewegung hingegeben übt sie den Bewegungsablauf mit Begeisterung, fast bis zur Perfektion.
Engagiert hat die Kita Kiriku Luzern letztes Jahr mit dem Projekt “Purzelbaum- Bewegte Kindertagesstätten“ begonnen, welche die Dienststelle Gesundheit, Gesundheitsförderung und Prävention in Luzern eingeführt hat. Da sich Kinder immer weniger Bewegen ist dies in unseren Augen ein großartiges Projekt, welches das Bewusstsein auf die elementarsten Bedürfnisse der Kinder richtet.
Wenn Kinder sich bewegen, Sport treiben oder herum turnen, so bereitet das grossen Spaß und sie können spielerisch ihre Metakompetenzen (Selbstwirksamkeit-, Handlungs- und Planungskompetenz, Impulskontrolle, Frustrationstoleranz, intrinsische Motivation) ausbilden.
Es macht sie fit für das Leben. Erfolgserlebnisse festigen ihr Selbstvertrauen, sie lernen auf Andere zu achten, mit ihnen gemeinsam zu planen, zu üben und die dabei entstehenden Probleme zu bewältigen. Ganz besonders wird auch geübt Anderen zu vertrauen und sich im Erlernen neuer Bewegungsabläufe gegenseitig zu unterstützen. Darf man seine neuen Fähigkeiten noch vorführen und erhält begeisterten Applaus, so macht man zusätzlich die Erfahrung, wie schön es ist Anderen eine Freude zu machen.
Wir haben also viel gemeinsam geübt und Bewegung bewusst fest in unserem Kitaalltag integriert und Danken für die Teilnahme an dem grossartigen Projekt.

Um uns in Zukunft noch vielseitiger bewegen zu können, wünschen wir uns einen Garten für die Kita. Da unsere Kita in dem schönen Hochwacht, wäre es ideal, hier einen Ort zu finden, an welchem sich die kleine Kita Kiriku Luzern zu einem Begegnungsort der Zukunft entwickeln kann. Wir möchten nicht nur für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie eine Familienergänzende Betreuung anbieten, sondern auch im Quartier Raum schaffen um sich einander zu begegnen, und Generationsübergreifend miteinander zu lernen.
Wir freuen uns über Ihre Anregungen.

Julia Zimmermann
Verein Kita Kiriku Luzern